27/04/2026


Sehr solider Auftakt

Der DYC segelt zum Auftakt der DSBL auf Platz acht.

Wer segeln möchte, benötigt Wind. Besonders diejenigen, die schnell segeln möchten, wie bspw. die 18 Vereine der ersten Deutschen Segel-Bundesliga, brauchen viel Wind. Von Brisen war allerdings an zwei der drei Tage zum Saisonauftakt auf dem Starnberger See nur wenig zu finden. Als der Wind zuletzt doch noch auffrischte, gab es aber wegen eines heftigen Hagelschauers eine erneute Unterbrechung des laufenden Wettbewerbs. Und doch konnte eine regelkonforme Regatta durchgeführt werden. Zwar kamen für jeden Erstliga-Club nur acht von 16 geplanten Wettfahrten in die Wertung, aber das reicht, denn in den DSBL-Regularien steht, dass mindestens sechs Wettfahrten nötig sind, um eine Tabelle zu erstellen. Am Ende der drei Starnberg-Tage lag der Düsseldorfer Yachtclub (DYC) als bester NRW-Vertreter auf Platz acht. „Das war ein sehr solider Liga-Auftakt. Wir haben die Basis für einen erfolgreichen Saisonverlauf gelegt“, urteilte der sportliche Leiter des DYC-Bundesligateams Alexander Swade.

Bis es so weit war, musste die DYC-Mannschaft mit Patrick Treichel, Caterina Mülders, Florian Büscher und Steuermann Jan-Philipp Hofmann allerdings jede Menge Geduld beim Warten auf Wind beweisen, einigen Frust herunterschlucken und kämpferische Qualitäten zeigen. „In sechs unserer sieben Wettfahrten sind wir gut gestartet und lagen jeweils an der ersten Wendemarke auf Platz eins. Aber dann gab es für Minuten keinen Wind mehr“, ärgerte sich Treichel. „Der setzte dann später dort wieder ein, wo wir nicht waren. Wir hatten in der Starnberger Wind-Lotterie einfach kein Glück.“ Zudem handelte sich die DYC-Crew auch noch eine Bestrafung wegen einer Verletzung des Vorfahrtsrechtes ein und mussten auf dem See eine Strafdrehung absolvieren. „Das war eine 50:50-Entscheidung des Schiedsgerichts“, erläuterte Treichel. „Ein Referee hat uns für die Aktion die grüne Flagge gezeigt und uns damit recht gegeben. 15 Sekunden später zeigte uns ein anderer Schiedsrichter dafür die rote Flagge.“ Die Düsseldorfer fielen in dieser Wettfahrt von Platz zwei auf sechs zurück.

Das war auch der Knackpunkt, warum der DYC das angepeilte Ziel von Platz sechs bei der Premieren-Regatta der DSBL-Saison 2026 knapp verpasste. „Je weniger Wettfahrten es gibt, desto eher spielen Zufall, Glück und Pech, eine Rolle“, so Treichel. „Wären mehr Wettfahrten auf dem Starnberger See möglich gewesen, wären wir auch weiter vorne gelandet.“

Der DYC zieht insgesamt eine positive Bilanz. Nicht nur, weil Tabellenplatz acht ein ordentliches Auftaktergebnis ist, sondern auch, weil die Mannschaft unter schwierigen Bedingungen Kampfgeist bewies.

Die Segel-Bundesliga bleibt zunächst in Bayern: Vom 1. bis 3. Mai 2026 richtet der Bayerische Yacht-Club den 2. Spieltag der 1. und 2. Segel-Bundesliga auf dem Starnberger See aus.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Alexander Swade (mobil: 015783478242
Weitere Informationen und Ergebnisse der Segelbundesliga: https://deutsche-segelbundesliga.de/

FOTO: Das DYC-Team – Jan-Philipp Hofmann (verdeckt), Florian Büscher, Patrick Treichel, Caterina Mülders – Copyright: DSBL