06/05/2026


Frühsommer am Starnberger See

Zwei Tage Flaute lässt nur ein stark begrenztes DSBL-Event zu.

Es waren herrliche Frühsommertage am Starnberger See. Bei meist wolkenlosem Himmel, der lediglich ab und zu von wenigen Wölkchen zur weiß-blauen bajuwarischen Perfektion gebracht wurde, Außentemperaturen von deutlich mehr als 20 Grad und nahezu Windstille, genossen viele Münchner die Urlaubsidylle und ließen entspannt die Beine im See baumeln. Die Wetterbedingungen, die für Tagestouristen ideal waren, bremste die erste Deutsche Segel-Bundesliga (DSBL) indes ziemlich aus. Lediglich am ersten von drei Tagen konnten Wettfahrten gesegelt werden. Samstag und Sonntag blieben flautenbedingt ohne Rennen. So kamen lediglich sechs von 16 geplanten Rennen pro Erstligisten in die Wertung. Der Düsseldorfer Yachtclub (DYC) kam bei der abgespeckten Meisterschaftsregatta unter den 18 Erstligisten auf Platz zwölf. „Dieses Ergebnis ist nichts, womit man in der Tabelle einen Sprung macht. Nicht nach vorne und nicht nach hinten“, urteilte der Sportliche Leiter des DYC-Bundesligakaders Alexander Swade. „Es ist ein solides Ergebnis, das uns zusammen mit dem Resultat der ersten DSBL-Regatta einen ordentlichen Saisonstart beschert. Wir haben die Basis für unser Saisonziel Klassenerhalt gelegt.“ Nach den ersten beiden Meisterschaftsregatten der Saison liegen die Düsseldorfer auf Platz zehn der Gesamttabelle.

Die Gefühlswelt der Starnberger DYC-Crew schwankte zwischen Zufriedenheit und Frust. „Wir haben am ersten Tag ein paar Fehler gemacht, ein paar taktische Fehlentscheidungen getroffen“, ärgerte sich DYC-Steuermann Florian Büscher. „Wir hätten liebend gerne mehr Wettfahrten gesegelt, um die Fehler eliminieren zu können. Bei den wenigen Wettfahrten fallen Fehler leider besonders ins Gewicht.“ Insgesamt aber sind Büscher, Inga-Marie Hofmann, Timon Treichel und Nils-Henning Hofmann mit ihrer Vorstellung einverstanden. „Wir haben unsere Zielsetzung für Starnberg erreicht“, so Büscher.

Dass es am ersten Tag auf dem DYC-Boot nicht wie geschmiert lief, lag daran, dass der Wind am ersten Tag sehr unbeständig wehte, viele Aussetzer aufwies und oft aus unterschiedlichen Richtungen kam, dass die DYC-Crew erstmals in dieser Besetzung zusammen agierte, dass Büscher erstmals an der Steuerpinne eines Erstliga-Wettbewerbs saß, und dass Inga-Marie Hofmann ihr allererstes DSBL-Event bestritt. „Wir waren zusammen bei unserem Trainingslager in Kiel, haben zwei weitere Trainingstage in Kiel und Hamburg absolviert, aber Training ist ja bekanntlich etwas Anderes als Wettkampf“, so Büscher. „Wir haben uns am ersten Tag auf dem Starnberger See eingespielt und wollten an den beiden anderen Tagen Vollgas geben. Aber dazu ist es ja nicht mehr gekommen.“

Der zweite Starnberg-Event der DSBL-Saison ist im Hinblick auf die Erstliga-Zukunft des DYC ein voller Erfolg. Mit Büscher sammelte ein 22-Jähriger Steuermann wertvolle Meisterschaftsregatten-Erfahrung und mit Inga-Marie Hofmann wurde eine der besten deutschen Seglerinnen der letzten Jahre in den Liga-Kader integriert. Hofmann war Mitglied der deutschen Segel-Nationalmannschaft und vertrat Deutschland bei vielen Welt- und Europameisterschaften. So holte sie u.a. Platz sieben bei der 49er FX-Weltmeisterschaft 2024. „Wir arbeiten seit längerem daran, unseren Ligakader breiter und jünger aufzustellen“, verrät Swade. „Die Mannschaft für Starnberg verdeutlicht das. Und sie hat ihre Sache gut gemacht.“

Die DSBL wechselt für das nächste Meisterschaftsevent vom deutschen Süden nach Kiel in den hohen deutschen Norden. Dort geht es von 10. bis 12. Juli auf der Förde um die Meisterschaftspunkte.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Alexander Swade (mobil: 015783478242)

Weitere Informationen und Ergebnisse der Segelbundesliga: https://deutsche-segelbundesliga.de/

DYC-Team: Inga-Marie Hofmann, Timon Treichel(verdeckt), Nils-Henning Hofmann, Florian Büscher – Copyrigth: DSBL