28/05/2025


DSBL- Stabile Leistung in Kiel

Kiel-Steuermann Julius Schrader und die Crew mit Piet Strohm, Julius Braun-Dullaeus und Hjalte Studt haben sich inzwischen mit ihrer Performance auf der Kieler Innenförde halbwegs angefreundet. „Rückblickend betrachtet hatten wir die Möglichkeit ein, zwei Punkte einzusparen. Aber alles in allem müssen wir mit Position 13 einverstanden sein“, meint Schrader. „Wir sind die ganze Regatta über zwischen den Positionen zehn bis 15 herumgesegelt. Da ist Platz 13 irgendwie fair.“ Und eben auch nicht weit von der Zielsetzung des Clubs entfernt.

Einiges von der angedachten Taktik konnte das DYC-Quartett bei kaltem, ungemütlichem Wetter aber gut segelbaren Winden in Kiel umsetzen. So waren sie meistens beim Start gut mit dabei. Anderes allerdings klappte nicht so gut. „In den engen und kritischen Situationen muss man die gute Position auch verteidigen. Das ist uns leider zu oft nicht gelungen, Manchmal reichte es schon, wenn man zwei, drei Meter zu weit in eine Richtung gefahren ist und man war plötzlich ganz hinten“, ärgerte sich Schrader. „Wir hatten gute Ansätze, aber haben die dann selber zunichte gemacht.“ Kein Wunder, dass Braun-Dullaeus ins Philosophieren kam. „In der Ergebnisliste steht am Ende immer nur eine Zahl, aber jede einzelne Wettfahrt hat ihre eigene Geschichte. Unsere Geschichten kann man nicht an den Zahlen erkennen“, hatte das DYC-Crewmitglied gesagt.

Zwei mal 13 ist in der Arithmetik der ersten Deutschen Segel-Bundesliga (DSBL) 16. Nach zwei 13. Plätzen in den beiden Meisterschaftsregatten zum Auftakt der obersten deutschen Segelliga rangiert der Düsseldorfer Yachtclub (DYC) in der Gesamttabelle auf Rang 16, zwei Plätze unterhalb der Nicht-Abstiegszone. Für die DYC-Verantwortlichen kein Grund in Hektik oder gar Panik zu verfallen. „Wir haben in Kiel zwei grundsolide Ergebnisse eingefahren, Ja, sie sind jeweils einen Platz hinter unserer Zielsetzung, aber das ist noch lange keine Katastrophe. Wir sind nur minimal hinter unserem Soll“, urteilt der Sportliche Leiter des DYC-Bundesligakaders Jan-Philipp Hofmann. „Wir liegen nur zwei Punkte hinter dem ersten Nichtabstiegsplatz 14 und nur drei Zähler hinter Rang elf. Die Basis auf dem Weg zum Klassenerhalt ist gelegt.“

DSBL-Platz 16 nach zwei Meisterschaftsregatten kann die Zuversicht des DYC, den Klassenerhalt auch diesmal zu sichern, nicht schmälern. „Wir haben Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze, die Lücke ist noch nicht aufgegangen. Es sind noch vier DSBL-Events zu segeln, da werden sich einige Clubs auch noch hohe Plätze einfahren, die aktuell noch vor uns liegen. Das war zuletzt immer so“, meint Hofmann. „Wir wollen demnächst mindestens zwei gute Ergebnisse einfahren und uns in der Tabelle weiter nach oben schieben.“ Das war zuletzt, also in den vergangenen DSBL-Saisons, auch immer so.