02/06/2025
Auf Kurs zur Mini Transat 2025 – Meine zweite Regatta
Liebe Clubmitglieder, liebe Freunde des Clubs,
In genau 134 Tagen startet die Transat, mein großes Ziel für dieses Jahr. Die Vorbereitung läuft auf Hochtouren – jede Regatta, jedes Training und jede Erfahrung auf dem Wasser bringt mich diesem Abenteuer näher. Die Transat ist eine der größten Herausforderungen im Offshore-Segeln: 4.050 Seemeilen allein über den Atlantik. Um bestmöglich vorbereitet zu sein, arbeite ich intensiv an meiner Strategie, meiner mentalen Stärke und der technischen Optimierung meines Bootes.
Das Pornichet Select 2025 war meine zweite Regatta in diesem Jahr – aber meine erste Solo-Regatta. Mit 90 Booten auf einer Startlinie zu stehen, ist jedes Mal aufs Neue wahnsinnig beeindruckend. Ich konnte sehr gut starten und rundete die erste Tonne bereits auf Position vier – ein perfekter Auftakt!
Doch die Freude hielt nicht lange an. Auf dem Weg nach Quiberon machten drehende und schwache Winde es mir schwer, meinen Speed zu halten, und ich musste viele Boote vorbeiziehen lassen. Die Stimmung? Vorsichtig gesagt, beschissen.
Taktische Herausforderungen und enge Manöver
Bei Teignouse herrschte Gegenstrom, und ich musste mich zwischen den Felsen hindurchschlängeln – manchmal mit kaum einer Bootslänge Abstand. Ohne Kartenplotter, nur mit selbst erstellten Waypoints und Papierkarten, war das eine echte Herausforderung. Doch mit einem Reaching-Kurs und Code Zero konnte ich wieder zur vorderen Gruppe aufschließen.
Schlafmangel und harte Bedingungen
Schlafen? Kaum möglich. Die Bedingungen mit 20 Knoten Wind und Reaching-Kurs waren zu fordernd, insgesamt habe ich vielleicht eine Stunde geschlafen. Doch der Rückweg von Les Sables d’Olonne nach Île d’Yeu machte mit über 15 Knoten Speed richtig Spaß!
Eisige Nacht und packendes Finale
Kurz vor dem Ziel frischte der Wind auf bis zu 35 Knoten aus Nordost auf – eine nasse und eiskalte Nacht am Wind. Ich konnte mich gut behaupten und kam dem neunten Platz bis auf 0,2 Seemeilen nahe. Um 9:34 Uhr überquerte ich frierend die Ziellinie als elfter. Doch nach einer Jury-Entscheidung wurde der sechstplatzierte Segler mit einer Zeitstrafe von zwei Stunden belegt, wodurch ich offiziell auf Platz zehn vorrückte.
Fazit und Ausblick
Nach 1 Tag, 20 Stunden und 34 Minuten auf dem 300-Seemeilen-Kurs bin ich sehr zufrieden mit meinem Ergebnis! Es war ein starkes Comeback und macht Lust auf mehr. Die nächste Herausforderung steht bereits bevor: Mini en Mai, eine 500-Seemeilen-Solo-Regatta, startet am 19. Mai in La Trinite sur Mer – inklusive Livestream auf YouTube.
Ich freue mich auf die nächste Regatta und werde erneut alles geben!
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