Segelbundesliga

Düsseldorf, 25. Oktober 2021

Aufstieg!

Der DYC sicherte sich mit einem Regattasieg im Finale die Rückkehr in die erste Deutsche Segelbundesliga
 

Der Blick der Bundesliga-Abteilung des Düsseldorfer Yachtclubs (DYC) geht schon in die Zukunft. „Wir haben bewiesen, dass wir in die erste Liga gehören“, konstatiert der Sportliche Leiter des DYC-Ligakaders Jan-Philipp Hofmann. „Aber es ist einfacher in der zweiten Liga zu gewinnen als in der ersten Liga zu bleiben. Das hat die Saison 2021 mal wieder gezeigt, denn von den vier Aufsteigern des Vorjahres sind zwei direkt wieder abgestiegen. Deshalb dürfen wir in unseren An-strengungen, unserer Trainingsintensität und -effizienz nicht nachlassen. Wir müssen genauso kon-sequent wie in der Aufstiegssaison weiter arbeiten.“
Bequemlichkeit oder gar Selbstgefälligkeit waren auch zum Abschluss der Segel-Zweitligasaison keine Themen für die Düsseldorfer. Im Gegenteil. Obwohl der Aufstieg bereits vor der Abschluss-regatta auf dem Wannsee in Berlin so gut wie in trockenen Tüchern war, setzten Hofmann, der als Steuermann den Kurs bestimmte, sowie Timon Treichel, Alexander Swade und Nils Henning Hof-mann auf dem größten Gewässer der Bundes-hauptstadt die Akzente. Nach elf gesegelten Wett-rennen für jedes der 18 Zweitligateams stand das DYC-Quartett bei der Siegerehrung zum dritten Mal in der Saison ganz oben auf dem Siegertreppchen. Damit vergrößerte sich der Vorsprung auf den Liga-Zweiten, die Seglervereinigung 1903 Berlin, auf 13 Punkte. „Es hat uns in die Karten ge-spielt, dass wir nach zwei der drei Tage auf dem Wannsee den Aufstieg bereits gesichert hatten. Danach konnten wir entspannt und auch risikoreicher agieren. Dabei haben wir meist die richti-gen Entscheidungen getroffen.“ Das führte dazu, dass am dritten Tag in den fünf Wettfahrten des DYC drei Etappensiege und ein zweiter Platz in das Wannsee-Ergebnistableau einflossen. Der Sieg in Berlin war perfekt, der Aufstieg noch dazu. „Wie haben ein gutes Gesamtpaket abgeliefert“, freut sich der Steuermann. „Wir sind als Tabellenführer und Aufstiegsfavorit nach Berlin gereist, klar, dass wir uns bei dieser Ausgangslage keine Blöße geben wollten.“
Auf die Chance, auf dem Wannsee zu zeigen, dass sie das beste Zweitliga-Team sind, mussten die Düsseldorfer aber 24 Stunden warten. Das Sturmtief „Hendrik“ verhinderte den Regattastart. Zu viel Wind ist eben auch für Segler nicht zuträglich. Der Sturm flaute ab, doch der Wind blies auch am zweiten Berliner Wettkampftag ordentlich. „Das spielte uns in die Karten. Wir hatten ge-nug Gewicht an Bord, um das Boot zu kontrollieren“, so Jan-Philipp Hofmann. So legte der DYC mit drei Laufsiegen und einem zweiten Platz schon am zweiten Tag in Berlin, der ja der erste Wettkampftag war, die Basis für den Wannsee-Gesamtsieg und auch für den endgültigen Auf-stieg. 
Die Glückwünsche zur Erstliga-Rückkehr trudelten direkt nach der Siegerehrung ein. „Es ist toll zu sehen, wie der DYC hinter uns steht“ freut sich Hofmann. „Und es war toll, in einer Saison mit fünf Meisterschaftsregatten gleich viermal auf dem Siegertreppchen zu stehen, davon dreimal ganz oben. Das wird sich im nächsten Jahr ändern, das ist gewiss.“ Dann wird als Saisonziel wieder der Klassenerhalt ausgegeben.