Historie

Ein Blick in die Geschichte

Die Vereinschronik hält die Anfänge des DYC so fest: Am 27. August 1908 erhielten alle Anhänger des Segel- und Motorsports im Raum Düsseldorf eine Einladung in das Hotel "Römischer Kaiser" zum Zwecke der Gründung eines Vereins, unterschrieben von den Herren Gustav Anger, Franz Hüveler, Gustav Melcher und August Peters. Wenige Tage später erfolgte die Eintragung des neuen Düsseldorfer Vereins in das Vereinsregister unter dem Namen "Düsseldorfer Segel- und Motorboot-Club Ahoi". 45 Mitglieder und zwölf Boote stark war der Verein. Bereits kurze Zeit später, am 13. Oktober 1908, verabschiedete die Stadt Düsseldorf in der Stadtverordneten-Versammlung die Anlage eines Yachthafens für Segel- und Motorboote mit einem Kostenaufwand von 30 000 Mark und folgte damit dem prompt eingereichten Antrag des Düsseldorfer Segel- und Motorbootclubs. Das erste Ziel war in kürzester Zeit erreicht.

Die Gründungsversammlung im Jahre 1908

Im Jahr 1909 erfolgte der Ausbau des neuen, wenn auch kleinen Yachthafens mit dem Wohnschiff "Peter" und vier Liegeplätzen. Das erste clubeigene Boot "Ahoi" stand den Mitgliedern unentgeltlich zur Verfügung. Der Yachtclub wurde Mitbegründer des Wettfahrtverbandes Rheinischer Segler. Am 27. Juni 1909 fiel der Startschuss zur ersten Regatta nach Uerdingen. Die Hauptversammlung wählte am 20. Juli eine Kommission für das Ausarbeiten von Plänen für den Neubau eines Clubhauses. Die vorgesehenen Kosten einschließlich Inventar beliefen sich auf 150 000 Mark. Am 17. Dezember des Jahres legte der Vorstand dem Vereinsregister den abgeänderten Namen "Düsseldorfer Yachtclub Ahoi" vor. Der Jahresbeitrag betrug 30 Mark. Das Eintrittsgeld waren zehn Mark.

Die Hauptversammlung beschloss im März 1912, den Anhang "Ahoi" fallen zu lassen. Der Eintrag im Vereinsregister lautete nun endgültig "Düsseldorfer Yachtclub e. V.". Es gab bereits 125 Mitglieder. 1914 waren die Pläne für den Clubhaus-Neubau fertig, die Finanzierung gesichert. Doch als der erste Spatenstich getan werden sollte, brach der Erste Weltkrieg aus. Mehr als ein Fünftel der Mitglieder fiel. Die Namen wurden auf dem später errichteten Ehrenmal verewigt. Am 26. April 1919 fand die erste Nachkriegs-Versammlung des DYC statt. Die Mitglieder einigten sich auf einen bescheidenen und gediegenen Bau des so lange gewünschten Clubhauses. 1921 war der Bau vollendet. Zusätzlich wurde neben dem Gebäude ein schwimmendes Bootshaus erstellt.

1922 veranstaltete die Wettfahrt-Gemeinschaft Bonner SC, Kölner SC, Uerdinger YC und der DYC die erste Rheinwoche von Andernach nach Emmerich. Es waren 60 Boote am Start. Heute ist die Rheinwoche die wohl längste und größte Segelregatta, die auf einem Fluss ausgetragen wird. Je nach Etappenführung legen die Teilnehmer zwischen 110 und 170 Rheinkilometer zurück.

1925 wurde der DYC der erste Stützpunkt des neugegründeten Rheinischen Motoryachtverbandes.

1939 brach der Zweite Weltkrieg aus. Durch seine "Clubpost" versuchte der Verein, mit den vielen eingezogenen Mitgliedern engen Kontakt zu halten. Am 14. Februar 1940 erschien das erste von der Jugendabteilung herausgegebene Heft. Heute erscheint – nach der Erstauflage 1962 - zweimal im Jahr das "Clubjournal" und ist ein wichtiges Bindeglied zwischen dem DYC und seinen Mitgliedern sowie Freunden, die in allen Teilen der Welt leben.

Zusätzlich informiert in regelmäßigen Abständen die "Clubinfo" auf elektronischem Weg über Erfolge, Ereignisse und anstehende Termine im DYC.

Die Rheinwoche 1949

Im September 1948 konnte die erste Versammlung im nach dem Krieg wieder hergerichteten Clubhaus stattfinden. Ein Jahr später gab es nach den Kriegsjahren zum ersten Mal wieder eine Rheinwoche. 1953 wurde der DYC erstmals mit dem Ausrichten des "Pavillon d’Or" betraut, der größten internationalen Motoryacht-Veranstaltung. 1956 war der DYC für die Organisation des ersten Deutschen Seglertages verantwortlich, zu dem 250 auswärtige Segler kamen.

1969, ein Jahr nach den Feierlichkeiten und einer Jubiläumsregatta zum 60. Geburtstag des DYC, fand die erste „boot“ in Düsseldorf statt. Der DYC übernahm den Aufbau und das Betreuen des Messestandes für DSV und DMYV. Seitdem ist der DYC in besonderer Weise mit der "boot" verbunden und stets mit zahlreichen Aktivitäten vertreten, seit einigen Jahren auch mit einem eigenen Stand.

1970 richtete der DYC die erste Optimisten-Regatta in Düsseldorf aus. Heute zählt die traditionelle Opti-Trophy – jetzt unter dem Namen Pinta-Opti-Trophy - zu den großen Opti-Regatten Deutschlands. Mittlerweile organisiert sie der DYC auf dem Ijsselmeer vor Medemblik. (siehe auch "Regatta").

Der DYC richtet 1996 die Deutsche Meisterschaft der Starboote in Medemblick aus

1973 konnte das gebaute und vergrößerte Clubhaus in Betrieb genommen werden. Zum 70-jährigen Bestehen veranstaltete der DYC sowohl den "Pavillon d’Or" als auch die Rheinwoche. Prominenter Segler unter DYC-Stander: Bundeskanzler Helmut Schmidt. Der Bundeskanzler kabelte drei Jahre später herzliche Glückwünsche an den DYC: Willi Illbruck hatte mit seiner "Pinta" den zweiten Platz beim legendären Admirals Cup ersegelt. Dem sollte 1993 der Sieg beim Admirals Cup folgen. Der Name Illbruck ist mit dem DYC in ganz besonderer Weise verbunden. Sicherte sich Willi Illbruck unter dem Stander des DYC mit seiner "Pinta" zahllose Erfolge auf der ganzen Welt, setzte Michael Illbruck die familiäre Siegesserie mit dem Gewinn seiner "illbruck" beim Volvo Ocean Race 2002 fort. Neben den beiden gab es in den vergangenen Jahrzehnten noch eine ganze Reihe weiterer Spitzensportler, die den Namen des DYC weltweit durch herausragende Erfolge bekannt machten.

Seit Gründung des DYC sind immer wieder Mitglieder mit ihren Yachten auf großer Fahrt. An dieser Stelle sei nur Klaus Hympendahl gennannt, der zweimal die Welt umsegelte. 2008/2009 leitete er eine Expedition in die Südsee auf Nachbauten alter polynesischer Katamarane.

Neben den nationalen und internationalen Erfolgen der DYC-Wassersportler und der vielfachen Preise für vorbildliche Jugendarbeit zieht sich eine weitere Kette durch die Vereinsgeschichte: die der Feste, Feiern und gesellschaftlichen Aktivitäten im DYC.

Bälle, Tanznächte, Feiern, Feste, traditionelle Veranstaltungen, der Tanz in den Mai oder auch Bootstaufen und spontane gemütliche Runden zum Ausklang des Tages auf der traumhaft schönen Terrasse des DYC-Clubhauses stellen eindrucksvoll unter Beweis: der DYC ist ein geselliger Verein von guter rheinischer Tradition. Von der Clubterrasse wird übrigens gesagt, dass sie der schönste Ort in ganz Düsseldorf sei, um nach einem herrlichen Sonnentag den Sonnenuntergang zu genießen.

boot
Audi
Sailing Team Germany
Marinepool
Segler Zeitung
Concepteers GmbH